Lektüre der Seminare von Jaques Lacan
Der Psychoanalytiker Jacques Lacan hat in Paris von 1951 bis 1979 in seinem Seminar gelehrt und mit diesem Lehren unter der Maxime einer „Rückkehr zu Freud“ die Psychoanalyse in ihrer Theorie und in ihrer Praxis grundlegend auch dadurch vorangetrieben, dass er die Psychoanalyse in die moderne Wissenschaft einführte.
Eine kleine Gruppe kämpft sich seit ca. 10 Jahren, tapfer und systematisch – mit Seminar I „Freuds technische Schriften” aus dem Jahre 1954, beginnend – durch die Lacan-Seminare.
Am 5. Februar 2011 werden wir mit der Lektüre und Diskussion des Seminar VII: „Die Ethik der Psychoanalyse” beginnen.
Wer mag uns in unserer Ausdauer unterstützen? Neugierig Fragende sind uns immer willkommen beim gemeinsamen Erkunden der Lacanschen Diskurs-Gedanken.
„Die Ethik der Psychoanalyse“
Lektüre und Diskussion des Seminar VII von Jaques Lacan
Die Ethik der Psychoanalyse ist das Seminar Lacans, von dem er sagte, er hätte es gern selbst noch einmal aufgeschrieben. Es ist ein ergreifendes Seminar, in dem nicht zuletzt Antigone als die griechische Heldin aufgerufen wird, um uns etwas über das zu sagen, was die Arbeit der Psychoanalyse und das Sein des Psychoanalytikers ausmacht, dessen Position außerhalb des Chores ist.
Es geht auf besondere Art um eine Ethik des Begehrens, die sich in gewisser Weise der traditionellen Ethik widersetzt, in der die Tugenden mit einer Herrenmoral, mit der Macht verbunden bleiben.
„Was proklamiert Alexander, als er in Persepolis, was Hitler, als er in Paris ist? Ich bin gekommen, um Euch von diesem oder jenem zu befreien. Das Wesentliche besteht darin – Arbeiten Sie weiter. Die Arbeit darf nicht unterbrochen werden. Was heißt – Eines muss klar sein, es ist in keinem Fall eine Gelegenheit, das geringste Begehren zu zeigen."
Die Ethik der Psychoanalyse hingegen fragt: Habt Ihr konform mit Eurem Begehren gehandelt?
Das Seminarbuch hat folgende Kapiteltitel:
- Einführung des Dings
- Das Problem der Sublimierung
- Das Paradox des Genießens
- Das Wesen der Tragödie
- Die tragische Dimension der Psychoanalytischen Erfahrung
Zum neu beginnenden Lesekreis sind Interessierte herzlich eingeladen.
Samstags vierwöchentlich, 14.00 – 18.00 Uhr (nach Absprache)
nächste Termine: 5. Februar, 19. März, 16. April, 7. Mai, 18. Juni, 20. August, 17. September 2011
LEITUNG: Eckhard Bär
ORT: Seminarraum Moselweg 27
Information und Anmeldung: Eckhard Bär, Moselweg 27, 34131KasselTel. 0561 - 31 38 42
E-Mail:
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