Im Frühjahr 2009 wurde die
WERKSTATT für PSYCHOANALYSE,
für SOZIALE und KULTURELLE BILDUNGEN,
| • | als logischer und konkreter Ort der Gesellung und Zusammenarbeit, | |
| • | als Ort zum Schleifen und Schärfen des Begriffs-Werkzeugs der Psychoanalyse und der angrenzenden sozialen und kulturellen Felder, | |
| • | als Ort der Vorbereitung, zur Bildung von Analytikern, | |
| • | als Ort des Handelns, zum Praktizieren und Analysieren, an anderen Orten |
von Eckhard Bär begründet!
Warum
Die WERKSTATT wird von der Frage der Generation, davon wie es weitergeht getragen. – Wie kann das Besondere der Freudschen Erfahrung in einer Psychoanalyse weiterleben, die einer Funktion, die allen zugänglich ist, dem Sprechen, etwas Besonderes abgewinnt, indem sie das Wort aufnimmt und wiedergibt? Auf diese Weise kümmert sich die Psychoanalyse um das, was für die Menschen nicht glatt läuft, um das, was im Leben hakt und anstoßen lässt.
Was kann sie von den strukturellen Veränderungen in den sozialen und kulturellen Diskursen erfassen, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben? Was kann eine der Ethik des Begehrens verpflichtete Psychoanalyse, die nicht im Chor so genannter Experten mitraunt, sondern quer zum allgemein geteilten Diskurs fragt, dem Unbehagen in der Kultur und im Sozialen an Subversiven abgewinnen, um es zu symbolisieren?
Die praktizierte Psychoanalyse ermöglicht neue Bildungen des Unbewussten. Allein auf diese Weise kann sich die Psychoanalyse, d. h. die Fähigkeit zu analysieren vermittels der Übertragung in einer Psychoanalyse weitergeben. Den Weg des Psychoanalytikers kann im Prinzip jeder unabhängig von seinem sonstigen Berufsstand einschlagen, der sich dazu autorisiert und bereit ist, für sich und mit anderen die Psychoanalyse bis an ihre Grenzen zu erkunden.
Was
Die WERKSTATT für PSYCHOANALYSE, für SOZIALE und KULTURELLE BILDUNGEN, bietet denen die als Analytiker arbeiten oder dies tun wollen, sowie denen, die mit der Psychoanalyse ihre Arbeit im eigenen Feld befragen wollen, einen Rahmen, in dem sie die Erkundungen ihrer Praxis auf die Probe stellen und theoretisieren können. Es geht zum einen darum, sich für die eigene Praxis und Tätigkeit mit der Psychoanalyse zu bilden, um mit ihren Mitteln die Widersprüche im eigenen Bereich zu durchdringen. Zum anderen konfrontiert sich die Psychoanalyse auf diese Weise mit den Fragen und Problemen, die sich im Sozialen und Kulturellen neu stellen.
Die WERKSTATT unternimmt den Versuch, in besonderer Weise der Logik der Übertragung Rechnung zu tragen und sie im institutionellen Zusammenhang, in dem Spannungsfeld von Massenpsychologie und Ich-Analyse so zu handhaben, dass sie für ihre Arbeit fruchtbar bleibt.
Um die Stellung der Psychoanalyse, des Sozialen und des Kulturellen zueinander genauer bestimmen zu können ist ein eigener Arbeitszyklus notwendig. Die WERKSTATT für PSYCHOANALYSE, für SOZIALE und KULTURELLE BILDUNGEN entsteht über der Schnittfläche dieser drei Felder. Die Einladung zu WERKSTATTGESPRÄCHEN, ist ein erster Schritt, um diese Felder in einem geschützten Gesprächs-, Denk-, und Hörraum auszumessen.
Wer
Die WERKSTATT lädt PRAKTIKER zu Austausch und Zusammenarbeit mit anderen ein, um untereinander und in offenen Veranstaltungen an dem zu arbeiten, was sie sonst in ihrer Arbeit allein tragen, um die Kreativität für eine lebendige Praxis erhalten und weiterentwickeln zu können.
PRAKTIKER auf dem FELD DER PSYCHOANALYSE sind Psychoanalytiker und in davon unterschiedener Stellung Analysanten: beide Gruppen arbeiten sowohl für sich als auch miteinander und feldübergreifend. So können sich neue Analytiker bilden.
PRAKTIKER auf dem FELD DES SOZIALEN sind u. a. in pädagogischen, sozialen und medizinischen Berufen Tätige, auf dem FELD DER KULTUR sind es im Bereich von Kunst, Kultur und Wissenschaft Tätige sowie Menschen, die soziale und kulturelle Einrichtungen nutzen.
Die einzelnen Gruppen können in der WERKSTATT für sich, gruppen- und feldübergreifend zusammenarbeiten.
Wie
Die Bereitschaft zu kontinuierlicher ZUSAMMENARBEIT in der WERKSTATT kann dem Sekretariat schriftlich mitgeteilt werden und wird mit einer Einladung bestätigt. Die Mitarbeit von andernorts Wirkenden ist willkommen. Als logischer Ort ist die WERKSTATT nicht örtlich gebunden; Kooperationen mit anderen Zusammenschlüssen werden angestrebt.
Als GÄSTE zu OFFENEN VERANSTALTUNGEN sind Interessierte, die keine kontinuierlichen Mitarbeiter der WERKSTATT sind oder die sich nicht als PRAKTIKER in den genannten Bereichen verstehen, herzlich eingeladen. Ihre Fragen und Beiträge sind willkommen, da sie neu befragen können, was sicher zu sein scheint.
Die WERKSTATT für PSYCHOANALYSE, für SOZIALE und KULTURELLE BILDUNGEN befindet sich im Aufbau. Dazu soll ein Initiativkreis gebildet werden. Mit dem zweiten Halbjahr 2009 beginnend wird die WERKSTATT mit einem Programm zu OFFENEN VERANSTALTUNGEN einladen. An der Zusendung des Programms der WERKSTATT Interessierte teilen dies bitte ebenfalls dem Sekretariat mit.
WERKSTATT für PSYCHOANALYSE, für SOZIALE und KULTURELLE BILDUNGEN
SEKRETARIAT: Annli Lattrich, Mönchebergstr. 33, 34125 Kassel
E-Mail :
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Tel. 0561 - 87 42 27
LEITUNG: Eckhard Bär, Moselweg 27, 34131 Kassel
E-Mail :
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, Tel. 0561 - 31 38 42
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